Station 12: Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und Mutter-Kind-Behandlung

Behandlungskonzept

Die Behandlungskonzeption der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie basiert wesentlich auf einem psychodynamischen Verständnis psychischen Krankseins. Arbeit an und in der Beziehung, Verstehen zugrunde liegender innerseelischer Konflikte und eine entwicklungspsychologische Betrachtungsweise stehen im Mittelpunkt. Sie werden ergänzt durch eine systemische Betrachtung der familiären und sozialen Zusammenhänge.

Die Station S 12 ermöglicht aufgrund ihrer Größe (18 Patienten) und der Behandlung vornehmlich in der Gruppe (Gruppentherapie und Gruppengemeinschaft)  eine ruhige und  intensive therapeutische Atmosphäre. Der Behandlungsplan für jeden einzelnen Patienten wird in Visiten und Gruppen- sowie Einzelgesprächen mit diesen erarbeitet und ständig aktualisiert. Der für diese Arbeit notwendige sichere Rahmen wird durch Klinik und Behandlerteam gewährleistet. So erwartet Sie eine effektive, zielorientierte psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung.

Da Menschen in allen Lebensbezügen soziale Einbindungen und Beziehungen brauchen, finden viele der therapeutischen Aktivitäten in Gruppen statt. Außerhalb der Therapiegruppen spielt die therapeutische Gemeinschaft der Patienten eine herausragende Rolle für die Gesundung.

 

Patienten

Auf der Station S 12 werden Patienten aufgenommen, die nach einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung für ihre Erkrankung suchen und in erster Linie an

  • Depressionen
  • Ängsten
  • Zwängen
  • emotionaler Instabilität
  • Psychosen nach einer akuten Phase
  • Psychosomatischen Beschwerdebildern
  • Essstörungen
  • Lebenskrisen verschiedenster Art leiden


Voraussetzung für eine Aufnahme ist, dass die Patienten selbstverantwortlich mit sich in der Therapie umgehen können. Eine ständige Begleitung, wie sie beispielsweise in suizidalen Krisen erforderlich ist, kann auf der Station 12 nicht gewährleistet werden. Hingegen ist die Station gut für Patienten geeignet, die für eine therapeutische Behandlung nicht den täglichen Weg zum Beispiel in die Tagesklinik bewältigen können.

 

Therapieangebot

In einem stark strukturierten Wochenplan nehmen die Patienten an verschiedenen Gruppentherapien teil:

  • Gruppenpsychotherapie (2mal wöchentlich 90 min)
  • Musiktherapie (2mal wöchentlich 75 min)
  • Konzentrative Bewegungstherapie (2mal wöchentlich 75 min.)
  • Ergotherapie (2mal wöchentlich 90 min)
  • Entspannungstrainingsgruppe


Im Rahmen der Pflegeprozessorganisation kümmern sich Schwestern und Pfleger um das Stationsleben und die Alltagsabläufe der Patienten (wozu auch häusliche und berufliche Konflikte gehören können). Die Sozialarbeiterin begleitet sie in unklaren psychosozialen Problemlagen. Jeder Patient führt therapeutische Einzelgespräche mit dem Stationsarzt oder dem psychologischen Psychotherapeuten und im Bedarfsfall mit den Mitarbeitern des Pflegeteams.

 

Team

Das Team der S 12 besteht aus:

  • Dr. C. Happach
    Leitender Arzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Dr. med. T. Simatupang
    Stationsarzt
  • Dr. phil. I. Engelmann
    Psychologischer Psychotherapeut / Musiktherapeut (BVM)
  • Dipl.-Soz.-Pädagogin
    Frau C. Dreves
  • Pflegerische Stationsleitung
    Frau N. Akbulut/Stellvertreterin Frau Fr. H. Yavuz
  • Mitarbeiter/innen in der Pflege:
    Frau J. Paulsen, Herr T. Ziemann, Frau K. Brosch, Frau M. Zillmann, Herr B. Rusch, Herr R. Sauer
  • Fachtherapeutinnen
    Frau G. Strehlow (Musiktherapie) und Frau S. Schmitz-Peschke (konzentrative Bewegungstherapie)
  • Frau K. Stielow Diplom-Psychologin und Psychologische Psychotherapeutin

Ein Teil der Mitarbeiter nimmt auch Aufgaben auf anderen Stationen wahr.

 

Mutter-Kind-Behandlung


Auf der Station 12 werden zwei Plätze für Mütter mit ihren Kindern (bis zum Alter von ca. 12 Monaten) bereitgehalten.
Beide Zimmer sind mit einem Kinderbett und einer Wickelauflage ausgestattet. Ebenso stehen zwei Kinderhochstühle und ein Spielzimmer zur Verfügung. Für Nahrung und Verbrauchsartikel (z.B. Windeln) müssen Sie selbst sorgen. Ebenso ist
es wichtig, auch das eigene Spielzeug und Kleidung für das Kind mitzubringen. Falls vorhanden, bringen Sie auch ein Babyphon mit.

Zu unserem Konzept gehört die videogestützte Interaktionsdiagnostik. Mindestens 2x während der Behandlung (zu Beginn und am Ende), werden wir Sie in typischen Alltagssituationen mit Ihrem Kind filmen und mit Ihnen gemeinsam den Film ansehen. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, mit uns zusammen die Interaktion mit Ihrem Kind zu betrachten.

Eine ambulante entwicklungsdiagnostische Untersuchung Ihres Kindes in der Kinder- und Jugendpsychosomatischen Abteilung des Altonaer Kinderkrankenhauses ist ebenfalls ein Bestandteil unserer Behandlung.  Zweimal in der Woche findet eine Mutter-Kind- Gruppe statt. An den anderen Therapiegruppen nehmen Sie ohne Ihr Kind teil. An drei Tagen in der Woche steht eine Erzieherin zur Kinderbetreuung bereit. Eine Betreuung durch das Pflegeteam kann nicht immer gewährleistet werden. Aus diesem Grunde wäre es wünschenswert, wenn Familienangehörige oder Freunde diese Aufgabe übernehmen würden.

 

Anmeldung und Information

Anmeldung zum Vorgespräch mit Überweisung durch Hausarzt, Facharzt oder Psychotherapeuten über die Institutsambulanz unter (040) 725 54 - 1551

Vereinbarung eines unverbindlichen Informationstermines mit der Station 12unter (040) 725 54 - 1520