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Dr. med. Claas Happach
Dr. med. Claas Happach
Chefarzt
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
AGAPLESION BETHESDA KRANKENHAUS BERGEDORF
Glindersweg 80
21029 Hamburg
(040) 725 54 - 12 31
(040) 725 54 - 12 32

Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie steht unter der Leitung von Dr. Claas Happach. Sie bietet psychisch Kranken sehr differenzierte Therapiemöglichkeiten. Diese orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen des Patienten. Möglich sind eine ambulante Therapie in der angegliederten lnstitutsambulanz, ein Aufenthalt in der Tagesklinik oder eine vollstationäre Behandlung.

Neben umfassender Diagnostik, die umfangreiche, präzise und einfühlsame Psychodiagnostik, EEG und moderne bildgebende Verfahren einschließt, bietet die Klinik eine Behandlung durch ein multiprofessionelles Team, das den gesamten Menschen samt seinen sozialen Bezügen in den Mittelpunkt stellt. Die psychodynamische Orientierung unter Einbeziehung systemischer Aspekte ist eine Spezialität der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. 

Für den Kranken bedeutet dies, dass in der Behandlung versucht wird, mit ihm gemeinsam nach den Ursachen seines Leidens zu suchen, wobei auf Wunsch seine Angehörigen in angemessener Weise einbezogen werden. Soziale und biologische Aspekte finden gleichermaßen Berücksichtigung. Bei dieser Suche, die ein kleines Abenteuer sein kann, wird der Kranke stets professionell begleitet. Er lernt aber auch, für sich selbst zu sorgen.

Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie bietet umfassende, vielfältige und spezifische Therapieangebote. Angeboten werden sowohl Einzel- als auch Gruppentherapien. Hier finden Sie die Leistungen der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Überblick. Informieren Sie sich hier über das allgemeine Angebot der Klinik. Die speziellen Therapien finden Sie ebenfalls im Bereich der Tagesklinik.

Schwerpunkte des Leistungsspektrums

Behandlung akuter psychischer Erkrankungen

Akut erkrankte Patienten werden auf den allgemeinpsychiatrischen Stationen 9 und 11 behandelt. Zu uns kommen Patienten die an

  • affektiven Erkrankungen (z.B. Depressionen)
  • psychotischen Erkrankungen (z.B. Schizophrenien)
  • Borderline-Erkrankungen und anderen Persönlichkeitsstörungen
  • Angst- und Zwangsstörungen
  • Alterserkrankungen, Altersdemenzen
  • Belastungsreaktionen, somatoformen Störungen und Essstörungen leiden

Weitere Informationen

Therapiegrundlage

Therapiegrundlage

Grundlage unserer Therapie ist ein psychodynamisches Behandlungskonzept, eingebettet in ein entwicklungsförderndes Behandlungsmilieu. Ziel ist die Besserung der Symptomatik und die Entwicklung angemessener Bewältigungsmöglichkeiten zugrundeliegender Konflikte.

Psychische Erkrankungen äußern sich im Erleben, Befinden und Verhalten, zeigen öfters einen längeren Verlauf und können die Lebensqualität der Betroffenen und ihrer Angehörigen erheblich beeinträchtigen. Sie kommen in der Bevölkerung sehr oft vor; mehr als ein Drittel der Bevölkerung leidet irgendwann einmal im Leben an einer psychischen Erkrankung. Psychische Krankheiten sind heute verlässlich zu erkennen und wirksam zu behandeln.

Die beiden allgemeinpsychiatrischen Stationen verfügen über je 18 Betten in Einzel- und Doppelzimmern mit Dusche und WC sowie verschiedenen Gemeinschafts- und Freizeiträumen.

Behandlungsangebot

Behandlungsangebot

  • umfassende psychiatrische und psycho-somatische Diagnostik
  • medizinische Diagnostik und Behandlung in Zusammenarbeit mit unseren somatischen Kliniken
  • Psychopharmakotherapie
  • psychiatrische und tiefenpsychologisch fundierte psychotherapeutische Gespräche
  • Angehörigen- und Familiengespräche
  • pflegerische Betreuung im Rahmen eines Bezugspflegesystems
  • Ergotherapie einzeln und in Gruppen
  • Musiktherapie
  • Bewegungstherapie
  • Psychoedukation
  • Milieutherapie
  • sozialarbeiterische Beratung
Beratungsangebote

Beratungsangebote

Wir geben unseren Patienten und Ihre Familien praktische Hilfen an die Hand. Darum bieten wir Ihnen Beratungen an, die Sie unabhängig vom Krankenhausaufenthalt in Anspruch nehmen können: 

Anmeldung und Information

Anmeldung und Information

Aufnahme
Die Aufnahme erfolgt entweder mit einer Einweisung des behandelnden Nerven- oder Hausarztes. Vereinbaren Sie dann bitte einen Aufnahmetermin über den diensthabenden Arzt (Vermittlung über die Zentrale, Tel. 040 72554-0).

In Notfällen können Patienten sich auch direkt, über die Notaufnahme, an den diensthabenden Arzt wenden.

Behandlungsdauer
Die Behandlungsdauer ist individuell und richtet sich nach der Schwere der Erkrankung.

Überweisung
Die Überweisung erfolgt durch den Hausarzt, Facharzt oder Psychotherapeuten.

Anmeldung
Station 9: 040 72554-1490
Station 11: 040 72554-1510

Entzug bei Abhängigkeit

Die Station 10 bietet einen Qualifizierten Entzug für Abhängigkeitserkrankte und eine Nachsorgegruppe an.

Weitere Informationen

Abhängigkeitserkrankungen

Abhängigkeitserkrankungen

Unsere Station 10 ist die Schwerpunktstation für stoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen. Sie bietet 18 Patienten die Möglichkeit zu einem Qualifizierten Entzug. Dieser beinhaltet: 1. Entgiftung, falls nötig, medikamentenunterstützt 2. Behandlung von Komplikationen, Folge- und Begleiterkrankungen. 3. Prophylaxe. Prophylaxe bedeutet: Motivation des Patienten, weiterhin abstinent zu leben. Dazu gehört häufig die Vorbereitung und Organisation einer weiterführenden Entwöhnungsbehandlung oder Nachsorge nach der Entlassung. Dies geschieht gemeinsam mit dem Patienten, sodass dieser eine individuelle und passgerechte Auswahl treffen kann, unterstützt von engagierten Experten. Außerdem behandeln wir abhängigkeitserkrankte Patienten mit zusätzlichen psychischen Problemen. Dies können Persönlichkeits- und Angststörungen sein, Depressionen, posttraumatische Belastungsstörungen, Borderline-Erkrankungen oder auch Neurosen.

Unser Anliegen ist es, gemeinsam mit den Patienten ein abstinenzorientiertes Stationsklima zu schaffen. Hier werden suchtmittelfreie Alternativstrategien der Lebensbewältigung erlernt und geübt. Bis diese schließlich im Alltag umgesetzt werden können. Hierzu gehört unter anderem, dass im Fall eines Rückfalles, das Gespräch mit dem Patienten gesucht wird. So können im sicheren stationären Rahmen die Ursachen und Funktionen des Rückfalls analysiert werden. ln einem zweiten Schritt werden zukünftige alternative Bewältigungsstrategien ins Auge gefasst und geübt. Lassen sich hierbei konstruktive Vereinbarungen mit dem Patienten erzielen, kann dieser auf unserer Station weiterbehandelt werden.

Stoffgebundene Abhängigkeit

Die DHS gibt die Zahl der Alkoholkranken in Deutschland mit 1,77 Millionen an. Die Deutschen trinken knapp doppelt so viel wie der weltweite Durchschnitt. Weltweit sterben jährlich über 3 Millionen Menschen an den Folgen des Alkoholkonsums. Das heißt: Alle 10 Sekunden stirbt ein Mensch an Alkohol. ln Deutschland gibt es außerdem ca. 1,5 Millionen Medikamentenabhängige. Ca.380.000 Menschen sind abhängig von illegalen Drogen.
Diagnostik

Diagnostik

Diese obliegt den ärztlichen Mitarbeitern und umfasst eine exakte allgemeinmedizinische, neurologische und psychiatrische Untersuchung. Außerdem Labordiagnostik (Blutwerte, Urin, Drogenscreening). Außerdem, wenn nötig, den Einsatz unterschiedlicher, im Hause befindlicher apparativer Zusatzuntersuchungen (wie EKG, EEG, Röntgen, CT, Kernspintomographie etc.).

Therapieangebot

Therapieangebot

Unsere Therapieangebote sind gruppentherapeutischinteraktionell und sozialtherapeutisch ausgerichtet. Sie sind eingebunden in einen festen Wochenplan und umfassen:

  • mehrmals wöchentlich Suchttherapiegruppen
  • mehrmals wöchentlich Gesprächsgruppen
  • mehrmals wöchentlich Ergotherapiegruppen, suchtspezifisch
  • wöchentlich Entspannungsgruppe
  • wöchentlich Selbsthilfegruppe der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft Suchtkrankenhilfe (ELAS)
  • wöchentlich Nachsorgegruppe, im Rahmen dieser elektiv Kontakt zur Sozialarbeiterin
  • im Rahmen der Gruppenbezugspflege Einzelgespräche mit dem Pflegepersonal
  • wenn gewünscht: Kontakt mit der Sozialarbeiterin
  • regelmäßige Informationsveranstaltungen (u. a. Suchttherapiezentrum Hamburg, Vorsorgeeinrichtung Jenfeld)
  • enge Kooperation mit der Suchtberatungsstelle KODROBS (Bergedorf)
  • auf Wunsch des Patienten Einbeziehung von Angehörigen und Lebenspartnern
  • die zeitgleiche Behandlung von Paaren ist auf unserer Station nach Absprache möglich

Zeitrahmen
Der Zeitrahmen beträgt bei der qualifizierten Entzugsbehandlung in der Regel 21 Tage. Bei zusätzlichen psychiatrischen Erkrankungen wird er individuell festgelegt.

Team
So setzt sich unser Team zusammen: Ein Oberarzt. Zwei Stationsärztinnen. Eine Diplom-Psychologin. Eine Sozialarbeiterin. Eine Ergotherapeutin. Und 14 engagierte Pflegekräfte.

Anmeldung und Information

Anmeldung und Information

Aufnahme
Die Aufnahme unserer Patienten erfolgt im Notfall direkt über die Zentrale Notaufnahme des Krankenhauses. ln der Regel erfolgt sie durch ärztliche Einweisung. Vereinbaren Sie dann bitte einen Aufnahmetermin mit uns unter der Telefonnummer: 040 72554-2109.

Telefonzeiten: Montag bis Freitag zwischen 11:00 Uhr und 12:00 Uhr sowie zwischen 16:30 Uhr und 17:30 Uhr.

Wir freuen uns auf Sie!

Die Station 10 mit dem Schwerpunkt Stoffgebundene Abhängigkeitserkrankungen ist integraler Bestandteil der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Bethesda Krankenhaus Bergedorf

Depressionen und andere Erkrankungen

Ein besonderer Schwerpunkt der Station 12 sind Depressionen, Persönlichkeitsstörungen und die Mutter-Kind-Behandlung.

Weitere Informationen

Behandlungskonzept

Behandlungskonzept

Die Behandlungskonzeption der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie basiert wesentlich auf einem psychodynamischen Verständnis psychischen Krankseins. Arbeit an und in der Beziehung, Verstehen zugrunde liegender innerseelischer Konflikte und eine entwicklungspsychologische Betrachtungsweise stehen im Mittelpunkt. Sie werden ergänzt durch eine systemische Betrachtung der familiären und sozialen Zusammenhänge.

Die Station S 12 ermöglicht aufgrund ihrer Größe (18 stationäre und zwei teilstationäre Patienten) und der Behandlung vornehmlich in der Gruppe (Gruppentherapie und Gruppengemeinschaft) eine ruhige und intensive therapeutische Atmosphäre. Der Behandlungsplan für jeden einzelnen Patienten wird in Visiten und Gruppen- sowie Einzelgesprächen mit diesem erarbeitet und ständig aktualisiert. Der für diese Arbeit notwendige sichere Rahmen wird durch Klinik und Behandlerteam gewährleistet. So erwartet Sie eine effektive, zielorientierte psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung. 

Da Menschen in allen Lebensbezügen soziale Einbindungen und Beziehungen brauchen, finden viele der therapeutischen Aktivitäten in Gruppen statt. Außerhalb der Therapiegruppen spielt die therapeutische Gemeinschaft der Patienten eine herausragende Rolle für die Gesundung.

Auf der Station S 12 werden Patienten aufgenommen, die nach einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung für ihre Erkrankung suchen und in erster Linie an

  • Depressionen
  • Ängsten
  • Zwängen
  • emotionaler Instabilität
  • Psychosen nach einer akuten Phase
  • Psychosomatischen Beschwerden
  • Essstörungen
  • Lebenskrisen verschiedenster Art leiden

Sie können aus allen Stadteilen zu uns kommen. Voraussetzung für eine Aufnahme ist, dass die Patienten selbstverantwortlich mit sich in der Therapie umgehen können. Eine ständige Begleitung, wie sie beispielsweise in suizidalen Krisen erforderlich ist, kann auf der Station 12 nicht gewährleistet werden. Hingegen ist die Station gut für Patienten geeignet, die für eine therapeutische Behandlung nicht den täglichen Weg zum Beispiel in die Tagesklinik bewältigen können.

Therapieangebot

Therapieangebot

In einem stark strukturierten Wochenplan nehmen die Patienten an verschiedenen Gruppentherapien teil:

  • Gruppenpsychotherapie (2 mal wöchentlich 90 Minuten )
  • Musiktherapie (2 mal wöchentlich 75 Minuten)
  • Konzentrative Bewegungstherapie (2 mal wöchentlich 75 Minuten)
  • Ergotherapie (2 mal wöchentlich 90 Minuten)
  • Entspannungstrainingsgruppe

Im Rahmen der Pflegeprozessorganisation kümmern sich Schwestern und Pfleger um das Stationsleben und die Alltagsabläufe der Patienten (wozu auch häusliche und berufliche Konflikte gehören können). Die Sozialarbeiterin begleitet sie in unklaren psychosozialen Problemlagen. Jeder Patient führt auch therapeutische Einzelgespräche.

Mutter-Kind-Behandlung

Mutter-Kind-Behandlung

Auf der Station 12 werden zwei Plätze für Mütter mit ihren Kindern (bis zum Alter von ca. 12 Monaten) bereitgehalten.
Beide Zimmer sind mit einem Kinderbett und einem Wickeltisch ausgestattet. Ebenso stehen zwei Kinderhochstühle und ein Spielzimmer zur Verfügung. Für Nahrung und Verbrauchsartikel (z.B. Windeln) müssen Sie selbst sorgen. Ebenso ist
es wichtig, auch das eigene Spielzeug und Kleidung für das Kind mitzubringen. Falls vorhanden, bringen Sie auch ein Babyphon mit.

Zu unserem Konzept gehört Entwicklungs- und Erziehungsberatung, bei denen wir Sie in typischen Alltagssituationen mit Ihrem Kind filmen und mit Ihnen gemeinsam den Film ansehen und besprechen. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, mit uns zusammen die Interaktion mit Ihrem Kind zu betrachten.

Eine ambulante entwicklungsdiagnostische Untersuchung Ihres Kindes in der Kinder- und Jugendpsychosomatischen Abteilung des Altonaer Kinderkrankenhauses ist ebenfalls ein Bestandteil unserer Behandlung. Zweimal in der Woche findet eine Mutter-Kind- Gruppe statt. An den anderen Therapiegruppen nehmen Sie ohne Ihr Kind teil. An vier Tagen in der Woche steht eine Erzieherin zur Kinderbetreuung bereit. Eine Betreuung durch das Pflegeteam kann nicht immer gewährleistet werden. Aus diesem Grunde wäre es wünschenswert, wenn Familienangehörige oder Freunde diese Aufgabe übernehmen würden.

Anmeldung und Information

Anmeldung und Information

Anmeldung zum Vorgespräch mit Überweisung durch Hausarzt, Facharzt oder Psychotherapeuten über die Institutsambulanz unter 040 72554-1551

Vereinbarung eines unverbindlichen Informationstermines mit der Station 12 unter 040 72554-1520

Tagesklinik

In der Tagesklinik wird Gruppenpsychotherapie in einem sicheren und geschützten Rahmen angeboten. Die Klinik bietet jederzeit und rund um die Uhr Menschen mit einem breiten Spektrum psychischer Erkrankungen Hilfe. Die enge Kooperation mit dem außerklinischen Hilfesystem garantiert eine langfristige Stabilisierung des Kranken. Unsere Tagesklinik bietet 35 Patienten individuelle Gruppen- und Einzeltherapie. Einen Schwerpunkt bildet die Therapie in Gruppen, welche ein umfangreiches Spektrum umfassen.

Weitere Informationen

Ressourcen stärken! Kompetenzen erweitern! Symptome lindern!

Ressourcen stärken! Kompetenzen erweitern! Symptome lindern!

Eine Tagesklinik ist eine teilstationäre Einrichtung. Wie der Name schon sagt, findet die Behandlung tagsüber statt, an den Abenden und am Wochenende ist der Patient in seiner gewohnten Umgebung. Durch diesen täglichen Wechsel des Beziehungsrahmens können die aus der Therapie gewonnenen Erfahrungen direkt in den Alltag transportiert werden. Zudem bleiben die sozialen Bindungen erhalten. Durch eine Behandlung in einer Tagesklinik können vollstationäre Aufenthalte vermieden oder verkürzt werden.

Unsere Tagesklink bietet 35 Patienten individuelle Gruppen- und Einzeltherapie. Einen Schwerpunkt bildet die Therapie in Gruppen, welche ein umfangreiches Spektrum umfassen. Die Gruppe bietet als therapeutische Gemeinschaft die Möglichkeit, frühere Beziehungskonflikte wieder zu beleben und verstehen zu lernen. Auf dieser Grundlage  können neue Sichtweisen zur Beziehungsgestaltung entwickelt, in Handlung umgesetzt und in der Gruppe erprobt werden.

Unsere Therapieangebote sind eingebunden in einen festen Wochenplan. Der therapeutische Arbeitstag beginnt um 8.30 Uhr und endet in der Regel um 16.30 Uhr.

Zu uns kommen Erwachsene mit psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Psychosen, Persönlichkeitsstörungen, Angsterkrankungen und psychosomatischen Erkrankungen. Menschen mit akuter Suizidalität, akuten Suchterkrankungen und hirnorganischen Störungen können wir nicht behandeln. Voraussetzung  für die Therapie ist, die Motivation sich aktiv mit seinen Problemen in die  Psychotherapie einzubringen, die Bewältigung des täglichen Anfahrtsweges und ein fester Wohnsitz.

Konzept

Konzept

Die Behandlung ist sozialpsychiatrisch orientiert und erfolgt vor dem Hintergrund eines psychoanalytischen Krankheitsverständnisses. Dies bedeutet, dass psychische Störungen, soweit sie nicht durch organische Erkrankungen des Nervensystems verursacht sind, als nicht gelungene Lösungsversuche von lebensgeschichtlichen Konflikten verstanden werden.

In der kindlichen Entwicklung kann es zu Empfindlichkeiten und Verzerrungen kommen, die im späteren Leben durch vielfache äußere Anlässe bedingt, zu einem seelischen Zusammenbruch führen. Diese aktuellen Anlässe gilt es mit den lebensgeschichtlichen Ereignissen in Verbindung zu bringen.

Therapieangebot und -ziele

Therapieangebot und -ziele

Therapieangebot

  • Handlungsorientierte Gruppen
  • Gruppengesprächstherapie - siehe "Pflege - unser ganzheitlicher Ansatz"
  • Bewegung
  • Gestaltung
  • Muskelentspannung - siehe "Pflege - unser ganzheitlicher Ansatz"
  • Paar- und Familientherapie

Therapieziele

Die Therapieziele sind die Stabilisierung der Persönlichkeit durch Verarbeitung psychischer Konflikte, Verbesserung der Beziehungsfähigkeit, Förderung gesunder Persönlichkeitsanteile und Unterstützung der Eigeninitiative. Zudem geht es um die Stärkung der Alltagskompetenz, Hilfe zur Selbsthilfe sowie Stärkung des Selbstwertgefühls und somit Symptomreduzierung und Verbesserung des psychischen Befindens.

PIA - Psychiatrische Institutsambulanz

Ambulant können wir Patienten in unserer Institutsambulanz behandeln. Die Psychiatrische Institutsambulanz ist für Patienten eingerichtet, bei denen aufgrund der Art, Schwere oder Dauer ihrer seelischen Erkrankung das diagnostische bzw. therapeutische Angebot der niedergelassenen Fachärzte bzw. Psychologen nicht ausreicht. Auch soll die Institutsambulanz helfen, eine stationäre Behandlung zu vermeiden oder deren Dauer zu verkürzen.

Weitere Informationen

Für wen sind wir da?

Für wen sind wir da?

Die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) ist für Patienten eingerichtet, bei denen aufgrund der Art, Schwere oder Dauer ihrer seelischen Erkrankung das diagnostische bzw. therapeutische Angebot der niedergelassenen Fachärzte bzw. Psychologen nicht ausreicht. Auch soll die Institutsambulanz helfen, eine stationäre Behandlung zu vermeiden oder deren Dauer zu verkürzen.

Unser Angebot

Unser Angebot

Wir bieten Beratung und Behandlung für Erwachsene an, die Hilfe bei der Bewältigung ihrer seelischen Erkrankung und den damit verbundenen sozialen Problemen suchen. Wenn seelische Krisen und soziale Schwierigkeiten zunehmen, z.B. am Arbeitsplatz, in Familie oder Partnerschaft, mit Freunden oder im Umgang mit sich selbst, können seelische Erkrankungen ausgelöst werden. Aktuelle oder auch in der eigenen Lebensgeschichte liegende Ursachen machen es dann oft schwer, ohne professionelle Hilfe die Probleme zu bewältigen.

Wir behandeln das gesamte Spektrum seelischer Erkrankungen: Psychosen, Persönlichkeitsstörungen, Psychosomatosen, reaktive Erkrankungen, schwere Neurosen, Abhängigkeitserkrankungen und Demenzen.

Ziel der Behandlung ist es, gemeinsam neue Wege der Lebensbewältigung zu finden bzw. Unterstützung bei deren Erprobung zu geben, um Arbeits- und Beziehungsfähigkeit wiederherzustellen bzw. zu verbessern.

Im einzelnen umfasst unser Angebot:

  • Erstgespräche und therapeutische Weichenstellung
  • Einzelgespräche, Einzeltherapie
  • Gruppentherapie
  • Medikamentöse Behandlung
  • „Club“, ein geselliger offener Treff
  • Familiengespräche
  • sozialpädagogische Hilfen

Bei sozialpsychiatrischen Fragestellungen, Problemen mit Finanzen, Wohnung, Arbeit und Freizeit bahnen wir die Zusammenarbeit mit den in Bergedorf und Hamburg vorhandenen Institutionen und Einrichtungen an.

Terminvereinbarung

Terminvereinbarung

Termine für ein erstes Gespräch sollten Sie vorher vereinbaren. Dazu können Sie uns anrufen oder persönlich vorbei kommen. Bitte bringen Sie zum ersten Termin Ihre Versichertenkarte und einen Überweisungsschein Ihres Hausarztes, beziehungsweise Psychiaters, mit.

Für Notfälle ist der diensthabende Psychiater unserer Abteilung über die Telefonzentrale 040 72554-0 zu erreichen.

Agaplesion Bethesda Krankenhaus Bergedorf gemeinnützige GmbH
Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)
Haus C
Glindersweg 80
21029 Hamburg

So erreichen Sie uns

T  (040) 725 54 - 15 51
F (040) 725  54 - 15 52

pia@bkb.info 

Pflege - unser ganzheitlicher Ansatz

Die psychiatrisch und psychotherapeutisch spezialisierte Pflege

Wir arbeiten nach dem PPO (Pflegeprozessorganisation) –System im Pflegeprozess, das aus dem anglo-amerikanischen Primary-Nursing-System hergeleitet ist.

Das heißt:

  • Individualisierte, ganzheitliche, überprüfbare Pflege
  • Geplante Pflege z.B. regelmäßige Einzelgespräche zu bestimmten Themen, üben von alltagspraktischen Fähigkeiten, Begleitung in die Wohnung
  • Hoher Informationsfluss durch regelmäßige Übergaben und Besprechungen
  • Eigenkontrolle durch Dokumentation und Pflegevisiten
  • Evaluationsmöglichkeiten (Überprüfung und Weiterentwicklung)
  • Arbeitsnachweis durch entsprechende Dokumentation
  • Verantwortlichkeit und Disziplin
  • Verlässlichkeit
  • Transparenz
  • Autonomie
  • Arbeitszufriedenheit
  • Patientenzufriedenheit

Jeder Patient ist einer Gruppe von Pflegekräften zugeordnet und hat somit vom Tag der Aufnahme bis hin zur Entlassung stets die gleichen Bezugspersonen. Auch wenn eine Wiederaufnahme nötig ist, werden die gleichen Bezugspersonen für den Patienten Ansprechpartner sein.

Visite und Gruppenaktivitäten

Pflegevisite

Pflegevisite

Die Pflegevisite findet einmal in der Woche statt. Sie dient der Gewährleistung regelmäßiger Evaluation gemeinsam mit dem Patienten. Gleichfalls erhöht sie die Verbindlichkeit in der Zusammenarbeit zwischen Patient und Pflegekraft im gesamten Pflegeprozess. Unsere Zielsetzung ist es nicht „am Patienten“ sondern mit dem Patienten zu arbeiten.

  • Die Pflegequalität wird überprüft.
  • Es erfolgt eine Überprüfung der Patientenzufriedenheit.
  • Die Pflegevisite ist eine der Schnittstellen im gesamten Behandlungsverlauf.
  • Es ist der Raum, in dem der Patient entspannt seinen Ist-Zustand reflektieren kann.
Konzentrative Bewegungstherapie (KBT)

Konzentrative Bewegungstherapie (KBT)

KBT als körperorientierte psychotherapeutische Methode geht davon aus, dass Wahrnehmung und Bewegung als Grundlage von Erfahrung und Handeln dienen. Durch die konzentrative Hinwendung auf das eigene Erleben – einfühlend und handelnd – werden Erinnerungen belebt, die sich körperlich in Haltung, Bewegung und Verhalten ausdrücken. Basisannahme dieser Methode ist der Zusammenhang von körperlichem und seelischem Erleben.

KBT bietet einen Erlebnisraum dafür, sich selbst kennen zu lernen und somit besser zu verstehen. Individuelle Wünsche, Bedürfnisse, Gefühle, Grenzen können erfahren werden: Entweder formulierbar oder als noch-unsagbar.

Inhalte können sein: Haltungen probieren, Alltagsbewegungen wahrnehmen, Arbeit mit Gegenständen wie Seilen, Bällen, Steinen..., Spiele, spielerische Elemente mit und ohne Sportgeräte. Anschließend wird im Gespräch das in der KBT-Arbeit Erlebte in Bezug zur aktuellen Lebenssituation sowie zur Biographie gesetzt.

Außenaktivität

Außenaktivität

Auf der Station 11 unternimmt eine Bezugsgruppe einmal im Monat eine gemeinsam geplante Aktivität außerhalb der Station. Dies dient dazu den Kontakt untereinander zu fördern und dem Alltagsgeschehen näher zu kommen.

Auf den Stationen S09, S10, S12 findet einmal im Monat eine geplante Stationsaktivität statt.

Bewegungsräume

Bewegungsräume

Die KBT-Gruppe Bewegungsräume richtet sich überwiegend an Patienten, die aufgrund innerer Ängste in ihrem äußeren, realen Bewegungsraum eingeschränkt sind. Haupt-Ziele dabei sind Selbstständigkeit und Selbstverantwortung in kleinen Schritten zu fördern, um damit eine Entwicklung zur Autonomie zu bewirken.

Die Therapie zielt darauf, Ich-stärkend und Über-Ich entlastend zu sein, sie will Objektsicherheit vermitteln, ohne zu neuen Abhängigkeiten zu führen. Probehandeln und Handeln ersetzen in der KBT das Grübeln, Zerreden und die Fixierung auf das Symptom.

Der Einsatz von Gegenständen (neben Sportgeräten wie Bälle, Seile, Stäbe auch Steine) dient vor allem der taktilen Wahrnehmungsförderung, soll Halt geben, Festhalten ermöglichen und somit angstmindernd sein. Vielfältige Bewegungsmöglichkeiten können erfahren werden, in der Begegnung mit anderen Gruppenmitgliedern kann ein Austausch stattfinden, der entlastend wirkt. Spielerische Elemente können das Gruppenklima und die Stimmung der einzelnen Patienten positiv beeinflussen.

Abendrunde

Abendrunde

Die Abendrunde findet einmal in der Woche in der jeweiligen Bezugsgruppe und mit dem zuständigen Pflegepersonal statt. Beide entscheiden die Themenwahl anhand der aktuellen Befindlichkeit und der Situation, in der sich die Patienten jeweilig befinden. Durch den offenen Austausch intensiviert sich die Beziehung zwischen den Patienten und dem Pflegepersonal.

Musiktherapie

Musiktherapie

Spielen und Hören von Musik berühren den Menschen. Dadurch werden innere Gefühle, Wünsche, aber auch Befürchtungen gehört und hervor gelockt. MUSIK HAT WIRKUNG und MUSIK HAT BEDEUTUNG

Musiktherapie ist eine Form der künstlerischen Psychotherapie, in welcher Klänge, Geräusche, Rhythmen und Melodien als Ausdrucks- und Kommunikationsmöglichkeit genutzt werden sowie auch auf der Symbolebene verstanden werden können. In der aktiven Musiktherapie besteht das Material aus den selbsterzeugten Klängen und Geräuschen mit Hilfe verschiedenster Instrumente. PatientInnen entdecken vertraute und sichernde, jedoch ebenso ungewohnte und fremde Klänge.

Durch den kommunikativen Aspekt der musikalischen Improvisation können in der „Tonsprache“ Interaktionsprobleme hörbar werden. So gibt es z.B. PatientInnen, die sich vor allem an dem Spiel der Mitspieler orientieren, während andere PatientInnen vor allem ihren eigenen Ausdrucksraum zum Klingen bringen. Der vom Erleben und Verstehenwollen gekennzeichnete therapeutische Prozess gestaltet sich durch den Wechsel von Spielen und Sprechen, bei dem mit wachsender Kreativität ein Umgang mit dem kränkenden und krankmachenden „Ungehörten“ gesucht wird.

Psychische Krankheit kann als Einschränkung der Spiel- und Kommunikationsfähigkeit begriffen werden, deren Anfänge häufig in der frühen Eltern-Kind-Beziehung liegen. Worte, Klänge und Gesten werden im Hinblick auf ihre Bedeutung zu einer Einheit zusammen geführt und mit der jeweiligen Lebensgeschichte verbunden. Die Erweiterung der Symbolisierungsfähigkeit und die Bildung neuer Repräsentanzen führen zu wachsenden Handlungsspielräumen, wodurch Heilungsprozesse ermöglicht werden.

Musikalische Reise

Musikalische Reise

Fremdheit gibt es im Wähnen und Erleben psychotischer oder persönlichkeitsgestörter Patienten, in der Begegnung mit anderen Kulturen bei ausländischen Patienten, oder die Fremdheit der Patienten ihrer eigenen Person / ihrer Lebensgeschichte / ihrer Zukunft gegenüber . Oft ist es schwer, solche Fremdheitserlebnisse zu besprechen (z.B. wegen sprachlicher Probleme). Die rezeptive Musiktherapie „Musikalische Reise“ ist keine rein ausländische Gruppe, sondern setzt sich gemischt aus Patienten verschiedener Herkunftsländer (auch Deutschland) zusammen, die mit den oben genannten Aspekten von Fremdheit zu tun haben.

Ausgangspunkt für die Auswahl der Musik ist der therapeutische Grundsatz des „joining“: die Patienten werden dort abgeholt, wo sie sind. Das heißt musikalisch: wir hören uns Musik aus aller Welt an, speziell aus den Kulturkreisen und Gesellschaftsschichten, aus denen die Patienten kommen. Diese Stücke sind oft einem Teil der Teilnehmer bekannt und vertraut, für andere sind sie auch fremd. Im Anschluss an die Hör-Erfahrung gibt es die Möglichkeit des Austausches über das Erleben.

Die Musikalische Reise ist eine primär non-verbal wirkende psychotherapeutische Gruppe, die niedrigschwellig konzipiert ist und das Ziel hat, Fremdheitsgefühle erträglicher werden zu lassen und zumindest zeitweise in den Hintergrund treten zu lassen. Für den Umgang mit Entfremdung ist es notwendig, ein großes Maß an Fremdheit und Sprachlosigkeit gemeinsam auszuhalten. Die Wirkung der Musik liegt in der Resonanz, die dieses Stück in jedem der Teilnehmer auslöst – die Resonanz kann bei der gleichen Musik sehr unterschiedlich sein. Der Therapeut hat sich in heimatliche Klangräume verschiedener Kulturen eingehört. Fremdheit erweist sich dadurch nicht ausschließlich als unabwendbares Schicksal, sondern man kann damit umgehen und sie beeinflussen.

Handwerksgruppe

Handwerksgruppe

Die Handwerksgruppe stellt geringe Anforderungen bezüglich Belastungs- und Auseinandersetzungsfähigkeit an die Patienten. Die Konzentration wird auf die gesunden Anteile des Patienten gerichtet und soll zur Eigenaktivität motivieren. Ziel ist die Stärkung des Selbstvertrauens und Selbstwertgefühls. Die Patienten haben hier die Möglichkeit, in einem losen Gruppengefüge Kontakte zu knüpfen und zwanglos Fähigkeiten und Interessen zu entdecken. Gesprächskontakte erfolgen nicht, wie in der Kreativgruppe, therapeutisch themenorientiert, sondern arbeitspraktisch beim Erklären von Arbeitsschritten oder in Zweiersituationen. So ist eine sehr behutsame Kontaktaufnahme möglich.
Die Arbeit am Werkstück schafft dem Patienten in der Beziehung zur Therapeutin und Mitpatienten eine Rückzugsmöglichkeit. Anhand des Umgangs mit verschiedenen Materialien lernt der Patient seine eigenen Grenzen, aber auch Fähigkeiten wahrzunehmen und zu respektieren. Das Setting in der Gruppe, ohne Themenvorgabe, bietet den Patienten ein Übungsfeld, um ihre Kompetenzen in der zwischenmenschlichen Interaktion auszubauen.

Gesprächsangebote

Gesprächsangebote

  • Erstgespräche: Beziehungsaufnahme, Informationsgespräche.
  • Geplante Gespräche: Regelmäßige Gespräche, die individuell mit dem Patienten festgelegt werden. Die Inhalte sind der Pflegeplanung angepasst
  • Situative Gespräche
Kreativgruppen der Stationen 9, 11 und 12

Kreativgruppen der Stationen 9, 11 und 12

„Ich bin nicht kreativ“ – das sagen immer wieder Patienten. Aber Kreativität – das ist nicht nur die spontane, ungewöhnliche Idee, die künstlerische Begabung, das Meisterwerk. Kreativ ist jeder Mensch, wenn es ihm gelingt, sich spielerisch und angstfrei Übergangsräume zu eröffnen. Das wird es ihm erleichtern, mit neuen Situationen besser umzugehen, mit unterschiedlichen Emotionen zurechtzukommen und seinem Lebensweg eine neue Richtung zu geben.

In den Kreativgruppen geht es nicht darum, „Meisterwerke“ herzustellen, sondern sich selbst und die eigene Leistung angemessener einschätzen zu lernen, sich zu akzeptieren und Einschränkungen zu akzeptieren. Damit verbunden ist die Fähigkeit in schwierigen Situationen selbständig Lösungen zu finden und umzusetzen.

Die Gruppen bieteten dem Patienten einen Raum, sich mit Hilfe kreativer Mittel selbst zu beobachten und wahrzunehmen, sowie neue Erfahrungen mit sich und anderen zu sammeln. Über Materialien wie Ton, Stein, Papier und Farben wird es den Patienten ermöglicht, einen Zugang zu eigenen Fähigkeiten und Handlungsspielräumen zu gewinnen und Konflikte, Gefühle, Wünsche zum Ausdruck zu bringen, was verbal oft schwer möglich ist.

Somit werden kompetenzzentrierte Anteile erfahren und ausdruckszentrierte Anteile mobilisiert. Die Handhabung der Materialien und dabei entstehende Erfahrungen stehen in den Kreativgruppen im Vordergrund und werden besprochen sowie, wenn möglich, in Zusammenhang mit Alltag und Lebensgeschichte gesetzt.

Im Unterschied zu der Gruppe der allgemeinpsychiatrischen Stationen 9 und 11 stellt die Kreativgruppe der Station 12 höhere Anforderungen an die Selbstreflektion der Patienten.

Kochgruppe

Kochgruppe

Haben Sie ein Lieblingsgericht? Ein Essen, das bei Ihrer Mutter oder Oma besonders gut geschmeckt hat? Haben Sie schon einmal ein Rezept von vier auf drei Personen umgerechnet? Darf’s ein bisschen mehr sein oder nehmen Sie es ganz genau?
Das Kochen ist eine in sich geschlossene Erlebniseinheit, die eine Vielzahl von sinnlichen, handlungspraktischen und interaktionellen Erfahrungen ermöglicht. Sich sein Essen zu zubereiten ist eine ganz grundlegende Form, für sich selbst zu sorgen. Genau damit haben psychiatrische Patienten, auf unterschiedlichsten Ebenen, ihre Schwierigkeiten.

Die Kochgruppe umfasst das Aussuchen des Gerichtes oder der Speisenfolge miteinander, das Erstellen der Einkaufsliste, das Einkaufen selbst, die Zubereitung, das gemeinsame Essen sowie den Abwasch und das Aufräumen der Küche.

Garten und mehr

Garten und mehr

In der ergotherapeutischen Gruppe „Garten & mehr“ geht es um verschiedene leichte gärtnerische Tätigkeiten (Bepflanzen von Blumenkübeln, Aussäen, Pflegen und Ernten von Kräutern und vieles mehr). Hierbei werden z.B. durch Berühren von Erde und Pflanzen sowie durch Gerüche die körpereigenen Sinne vielseitig angesprochen.

Ziele sind die Einhaltung einer Tagestruktur, die Steigerung des eigenen Antriebs und der Motivation, die Verbesserung der Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit, die Stärkung des Selbstbewusstseins und die Steigerung der Selbstständigkeit.
Da die Arbeit im Garten stark saison- und wetterabhängig ist, wird es Tage geben, an denen die Gruppe nicht draußen tätig sein kann, so dass dann verschiedene alltagspraktische Arbeiten wie das Töpfern einer Pflanzschale, das Flechten eines Pflanzenübertopfes, die Herstellung unterschiedlichster Dekorationselemente für Pflanzen und Garten usw. im Haus stattfinden werden.

Malen mit Musik

Malen mit Musik

Malen mit Musik ist ein prozessorientiertes Angebot. Mit dem zusätzlichen Medium Musik soll es dem Patienten erleichtert werden, von den meditativen Aspekten des Malens zu profitieren. Je nachdem, ob es eine thematische Aufgabenstellung gibt oder nicht, kann das Malen mit Musik verschiedene Effekte haben. Ohne Thema kann es dem Patienten dazu dienen, sich einen gedanklichen Freiraum zu schaffen und ganz bei sich zu sein. Mit Themenvorgabe kann die Musik den Prozess der Introspektion als auch den Ausdruck der Gefühle erleichtern.

Seniorengruppe

Seniorengruppe

Im Gruppengesprächsteil haben die Patienten die Möglichkeit, sich kennen zu lernen und über ihre derzeitigen Gedanken und Belastungen auszutauschen. Insbesondere die Auseinandersetzung mit ihrer Erkrankung, der Trauer über Vergangenes und nicht mehr vorhandene bzw. schwindende Fähigkeiten (Alt-Werden) stehen dabei im Vordergrund. Aber auch Lösungsansätze wie z.B. alternative Wohn- und Lebensweisen werden gemeinsam im Gespräch erarbeitet.

Zu den praktischen Anteilen der Therapie gehören die aktive Mobilisation sowie die handwerkliche Betätigung. Aktive Sitzgymnastik oder Ballspiel am Tisch regen Kreislauf und Sauerstoffversorgung an und fördern die Interaktionen in der Gruppe. Die Sitzgymnastik dient dem Erhalt der Beweglichkeit sowie der Stimmungsaufhellung: eigene physischen Fähigkeiten werden zumeist unterschätzt, die körperliche Betätigung unterstützt die Außenorientierung.

Die handwerkliche Betätigung kann im Schwierigkeitsgrad den Fähigkeiten der einzelnen Patienten angeglichen werden. Einfache Fertigungsmethoden führen auch mit wenig körperlichen und kognitiven Möglichkeiten zu einem befriedigenden Ergebnis (Seiden-, Glas- und Keramikmalerei, einfache Drucktechniken, die Verzierung von Pappmaché- und anderen Gegenständen oder die Herstellung von Briefpostkarten). Die Techniken beinhalten gewohnte Tätigkeiten des Alltags wie z.B. das Bügeln von Stoff oder das Auswaschen eines Gegenstandes.

Durch einfaches Gedächtnistraining in spielerischer Form können kognitive Fähigkeiten gefördert bzw. erhalten werden (kognitive Stimulation). Hierzu dienen Spiele wie z.B. Denk-fix, Stadt-Land-Fluß, Trivial Pursuit oder Tridom.

Sportgruppe

Sportgruppe

Die Sportgruppe ist ein niedrigschwelliges Bewegungsangebot mit der Dauer von 30 Min. Nach einem leichten warm up werden gezielt Kräftigungs- und Dehnungsübungen durchgeführt. Im Vordergrund steht hierbei vor allem die Rumpfmuskulatur, um sich der Körperhaltung bewusst zu werden und Haltungsschäden vorzubeugen. Die Sportgruppe soll den Patienten die Möglichkeit bieten, in Bewegung zu kommen und so das Körperbewusstsein zu fördern und den Antrieb zu steigern.

Ergotherapie der Suchtgruppe

Ergotherapie der Suchtgruppe

Die Patienten sollen die persönlichen und sozialen Voraussetzungen für ihre Abstinenz sichern. Die Wiederherstellung der psychischen und physischen Stabilität ist Voraussetzung dafür. In der Ergotherapie der Suchtgruppen haben die Patienten die Möglichkeit, über die Betätigung im Therapieraum Erfahrungen über sich zu sammeln und eigene Mittel und Wege zu erarbeiten, um ihrem Ziel näher zu kommen bzw. es zu erreichen.

Über die alltagsorientierte Handlungsebene werden die Patienten unter anderem mit den Defiziten ihrer Handlungskompetenzen, ihrer eingeschränkten Wahrnehmung und dem Verlust von Handlungsbereitschaft und Selbstverantwortung konfrontiert.
Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ist jeder Patient gefragt, möglichst eigenständig handelnd aktiv zu werden. Von der Entscheidung, welches Werkmittel er wählen möchte bis hin zum fertigen Werkstück ist er vielfältig mit seinen Stärken und Schwächen konfrontiert. Im Vordergrund der therapeutischen Arbeit stehen dabei:

  • die Verbesserung der (realitätsbezogenen) Wahrnehmung
  • die Verbesserung der sozialen Kompetenzen
  • die Entdeckung eigener Ressourcen und Wünsche
  • die Verbesserung des Selbstwertes
  • der Zugang zu eigenen Gefühlen
  • die Übernahme von Verantwortung
  • die Verbesserung der eigenen Beziehungsfähigkeit
  • die Wiederentdeckung der eigenen Entscheidungsfähigkeit
Psychoedukative Gruppe für schizophren und schizoaffektiv Erkrankte

Psychoedukative Gruppe für schizophren und schizoaffektiv Erkrankte

Psychoedukation ist die zielgerichtete Information der Betroffenen über ihre Erkrankung. Wissensvermittlung fördert das Krankheitsverständnis und den selbstverantwortlichen Umgang mit der Erkrankung und kann so das Wiedererkrankungsrisiko bzw. die Schwere einer erneuten Erkrankung deutlich abmildern.

Erfahrungsgemäß fühlen sich informierte PatientInnen ihrer Erkrankung gegenüber weniger ausgeliefert und können aktiver und gezielter auf die Gesundung und Gesunderhaltung Einfluss nehmen.

Außerdem geht es um die emotionale Entlastung der PatientInnen, verbesserte Fähigkeiten in der Bewältigung von Krisen sowie mehr Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung. Themen sind: Symptome, Diagnose, Ursachen, Psychosoziale Behandlungsmöglichkeiten, Medikamente (Wirkungen, Nebenwirkungen, Umgang mit Drogen), Warnzeichen vor einem Rückfall, Krisenplan, Beziehungen, Sexualität und die Bedeutung der Angehörigen.

Stabilisierungstrainingsgruppe

Stabilisierungstrainingsgruppe

Die Stabilisierungsgruppe ist ein gemeinsames Angebot für ambulante und stationäre Patientinnen, die an einer sogenannten Traumafolgestörung leiden. Typische Symptome sind z.B. selbst-verletzendes Verhalten, depressive Verstimmung, akute oder chronische Selbstmordgefährdung, plötzliche und impulsive Gefühlsausbrüche, Essstörungen und/oder dissoziative Störungen (etwa das Gefühl, neben sich zu stehen, sich nicht mehr im eigenen Körper zu befinden).

Nach einem begrenzten Gesprächsanteil werden in der Gruppe einfache Körperübungen zur besseren Körperwahrnehmung, zur Spannungsreduktion und zur besseren Vernetzung der Gehirnhälften gemeinsam geübt.

Anschließend werden Stabilisierungstechniken nach Reddemann (PITT) vermittelt. Den Stabilisierungsübungen liegt das Prinzip der heilenden Wirkung von positiven imaginierten, also phantasierten Bildern zugrunde, die den traumatischen Bildern gegenüber gestellt werden. Beispiele hierfür sind die Erschaffung des sog. „sicheren inneren Ortes“ oder eines „Tresors“ zur sicheren Verwahrung der traumatischen Bilder.

Ziel ist die Förderung eines Gefühls der inneren Sicherheit, der Autonomie und der Mobilisierung von Selbstheilungskräften, um so eine verbesserte Kontroll- und Distanzierungsfähigkeit bei quälenden inneren Zuständen erreichen zu können.

MKT - Metakognitives Trainingsprogramm

MKT - Metakognitives Trainingsprogramm

Metakognition bedeutet „Das Denken über unser Denken“. Das Training ist vor allem für schizophrene Patienten mit Denkverzerrungen (z.B. Verkennen von Gesichtern als feindselig) geeignet. Doch auch Patienten anderer Diagnosegruppen mit psychotischen Symptomen (z.B. Wahnvorstellungen, Beziehungsideen, Halluzinationen) können von dem Training profitieren.

Im MKT werden den Patienten auf spielerische Weise ihre krankheitstypischen kognitiven Fehler und einseitigen Problemlösestile aufgezeigt, welche zu falschen Überzeugungen und Wahngedanken führen können. Ziel ist es, dies in angeleiteter kritischer Selbstauseinander-setzung zu erkennen, um über diese Erkenntnisse schrittweise „gesündere“ neue und vom Training auch angebotene Denkinhalte und -stile entwickeln zu können.

Das Training erfolgt über eine Powerpointpräsentation in der Gruppensituation. Dabei wird gemeinsam über kleine Aufgaben und Übungen zur kritischen Eigenreflexion des bisherigen eigenen und eines verbesserten zukünftigen Problemlöseverhaltens angeregt und diskutiert. Das Programm hat einen interaktiven und unterhaltenden Charakter, bindet leicht die Aufmerksamkeit und ist in seinen Anforderungen niederschwellig und ohne Leistungsdruck gehalten. Trotzdem kann es zu einem großen Maß individuell an die Problematik und Bedürfnisse der jeweiligen Patienten angepasst werden.

Im Rahmen von zweimal 8 Trainingseinheiten (Modulen) wird das MKT abgehalten, in denen die einzelnen problematischen Denkstile thematisiert werden, die heute als mögliche Entstehungsmechanismen für Wahn angenommen werden. Nach jeder Sitzung werden Merkblätter und „Hausaufgaben“ freiwilligen Charakters zum möglichen Vertiefen ausgeteilt.

Bedenken, dass das direkte und symptomorientierte Vorgehen des MKT die Patienten überfordern könnte, haben sich nicht bestätigt!

Terminvereinbarung

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  • Leitung Station 10 (Abhängigkeitserkrankungen)
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  • Psychiatrie und Psychotherapie
  • Innere Medizin
  • Leitung Station 11 (Akutstation)
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Anke Fischer-Störtländer

Pflegerische Leitung Stationen 9/10

 


Matthias Beyer

Pflegerische Leitung Stationen 11/12


Kristina Clausen

Sekretariat